Lange Nacht der Museen 2011 - Vorstellung Philipp Albrecht PDF Drucken E-Mail
27.03.2011

Nun sind es nur noch wenige Wochen bis endlich das Social Meets Culture Event im Rahmen der Langen Nacht der Museen im Kulturzentrum dasHaus stattfindet. Um Euch einen besseren Eindruck unserer Ausstellung und Künstler zu ermöglichen, freuen wir uns den Fotografen Philipp Albrecht vorzustellen.


SMC: Wer ist Philipp Albrecht?

Philipp: Mein Name ist Philipp Albrecht und ich arbeite und lebe in Mannheim.

SMC: Wie kam es zu deinem Interesse an der Fotografie?
Philipp AlbrechtPhilipp: Im Jahre 2006 begann ich mit der alten Minolta xe-1 meines Vaters zu fotografieren. Ich konzentriere mich ausschließlich auf die analoge Fotografie, weil der Prozess von der Entstehung eines Bildes im Sucher meiner Kamera, über die manuelle Arbeit in der Dunkelkammer bis hin zum fertigen Druck für mich eine sinnlichere Erfahrung ist, als die Bearbeitung digitaler Dateien. Es ist mir  am Ende dieses Prozesses sehr wichtig, den fertigen Print als haptisches Ergebnis in meinen Händen halten zu können. 

SMC: Was sind deine Schwerpunktthemen?

Philipp: Die Portraitfotografie hat sich sehr schnell als Schwerpunkt meiner Arbeit herauskristallisiert, da ich sehr gerne Menschen treffe und es als sehr spannend empfinde, ihnen sowohl auf einer fotografischen als auch emotionalen Ebene näher zu kommen. Mein subjektiver Blick auf jemanden sollte sich im Idealfall dann auch immer im Bild widerspiegeln.  

SMC: Wie entstehen deine Fotografien?

Philipp: Ich treffe mich mit Freunden, Nachbarn oder Fremden und versuche zunächst eine entspannte und vor allem vertrauensvolle Athmosphäre entstehen zu lassen. Es ist essentiell, dass das Gegenüber Vertrauen in meine Arbeit und in mich als Person hat, ansonsten würde man den Bildern später die fehlende emotionale Verbindung ansehen. Manchmal benötige ich 3-4 Filmrollen bevor ich ein oder zwei gute Bilder erhalte. Nach dem „Shooting“ warte ich gewöhnlich ein paar Wochen bevor ich die Negative mit in die Dunkelkammer nehme, um mich langsam dem finalen Entwickeln der Bilder anzunähern.

 

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SMC: Wie würdest du den Stil Deiner Arbeit beschreiben?
Philipp: Beim Treffen von Menschen bemühe ich mich, einen unvoreingenommenen und interessanten Ausdruck einzufangen und versuche im gleichen Moment Klischees zu vermeiden oder diese im überzogenen Maße unkonventionell und halbwegs intelligent  für die Sache zu nutzen.  Das funktioniert natürlich nicht immer !


SMC: Welche Künstler oder Fotografien beeinflussen deine Arbeit?

Philipp: Im Zeitalter des Internets ist es sehr bequem auf tausende von Bildern von Künstlern weltweit Zugriff zu haben. Man muss nicht zwingend auf Kunstausstellungen gehen oder teure Photobücher kaufen, um eine Inspiration über die persönliche Umsetzung von Portraits zu bekommen. Die Kunst bei dieser exzessiven Anzahl an visuellen Eindrücken ist, einen kritischen Blick für die eigene Arbeit und die von anderen zu behalten.

Um nochmals auf die Frage zurück zu kommen: Wer beeinflusst meine Arbeit? Im Grunde jeder: entweder als positive Inspiration oder als abschreckende Massenware. Aber es gibt sicherlich neben der Vielzahl von engagierten Hobbyknipsern einige große Fotografen, die ich besonders mag: Stephan Vanfleteren, Paolo Pellegrin oder Michael Ackermann. Wenn man ihre Arbeiten studiert, beginnt man zu verstehen, wie wichtig es ist, eine authentische und ehrliche Ausstrahlung in einer Fotografie umzusetzen. Gefühle sind einfach wichtiger als nur schöne Haut, Ausdruck wichtiger als akrobatisches Posing und eine besondere Umgebung erzählt oft mehr von einer Person als ein austauschbarer Studiohintergrund.

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SMC: Was würdest du anderen Fotografen gerne sagen?

Philipp: Gut gemeintes Schulterklopfen und warme Worte von Freunden und Bekannten machen dich nicht gleich zu einem guten Fotografen. Es muß einem zunächst bewusst sein, dass es immer noch Dinge gibt, die man dazulernen kann. Viele Hobbyfotografen geben sich sehr schnell zufrieden mit einem eher durchschnittlichen Ergebnis und der kurzfristigen Anerkennung und sehen deshalb keinen Grund ihre eigene visuelle Sprache stetig weiter zu entwickeln. Um sowohl aus emotionaler als auch aus technischer Sicht mit seinen Arbeiten wirklich glücklich sein zu können, darf man eine selbstkritische Haltung niemals aufgeben.
SMC:
Wir sind schon sehr gespannt, und freuen uns unheimlich auf Deine Ausstellung.

Unter dem folgenden Link findet man weitere Bilder von Philipp. http://www.flickr.com/photos/philal/

 

Wir freuen uns in der nächsten Ausgabe die Malerin Jennifer Grosser vorzustellen. Sollten wir Euer Interesse geweckt haben, dann schaut wieder demnächst bei uns auf der Homepage vorbei.
Euer SMC Team

 
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